"Tod oder Liebe" - Manuela Salvi

Freitag, 8. März 2013


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Wen soll er verraten: seine Familie oder das Mädchen, das er liebt? Mafia und Liebe, Verbrechen und Leidenschaft: Vor dem Hintergrund einer höchst spannenden Handlung entwickelt sich eine große, eine unmögliche Liebe. Denn Bianca ist die Tochter eines Anti-Mafia-Richters und Manuel der Sohn eines Mafiabosses. Dennoch fühlen sich die beiden unwiderstehlich zueinander hingezogen. Aber Manuel kann nicht einfach aussteigen. Und sein Bruder wittert eine Chance, den verhassten Rivalen loszuwerden ... Elekrisierend und prickelnd.

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"Sie fühlte sich sehr müde, am liebsten hätte sie einfach geschlafen. Da waren ein paar Dinge, die ihr nicht einleuchten wollten., Sätze, deren Sinn sie nicht begriff, aber sie hatte keine Lust, darüber nachzudenken. Sie wollte nur, dass er dablieb, sonst nichts. Wieder spürte sie diese wohlige Wärme, und das war in ihrem Leben ein so seltenes, so einzigartiges Gefühl, dass es jede noch so kleine Geste, jedes noch so banale Wort zu etwas Besonderem machte. "
("Tod oder Liebe", S.88)

„Tod oder Liebe“ war bei mir eines dieser Bücher, das zwar ewig auf der Wunschliste steht, aber dann aus doch noch bestehenden Zweifeln nicht gekauft wird. Die Geschichte hörte sich zwar für mich durchaus interessant an, aber die eher gespaltenen Meinungen zu dem Buch ließen mich doch ein wenig zweifeln. Folglich bin ich nun mit deutlich geringeren Erwartungen an das Buch herangegangen, was wahrscheinlich das Beste gewesen war, denn wirklich überzeugen konnte es mich nicht.

Eigentlich scheint „Tod oder Liebe“ alles zu bieten, was es zu einem gelungen, spannenden und unterhaltsamen Roman machen könnte: Eine geeignete Portion Spannung, Nervenkitzel, aber auch durchaus häufige romantische Elemente. Aber was soll ich sagen? Irgendetwas hat gefehlt und mir persönlich gab es zu viele störende Dinge – der Schreibstil von Manuela Salvi gehört allerdings nicht dazu. Mit zwar kurzen Sätzen, schafft sie es die wichtigsten Dinge zu beschreiben ohne zu sehr ins Detail zu gehen aber dennoch genug Informationen für den Leser zu liefern. Eine willkommene Abwechslung zu den in letzter Zeit fast nur noch aus der Ich-Perspektive erzählten Bücher bietet „Tod oder Liebe“ dadurch, dass es von einem personalen Erzähler erzählt wird und zwischen den Sichtweisen der Protagonisten Bianca und Manuel wechsel, wodurch man beide besser kennen und verstehen lernt.

Die Geschichte rund um die dubiosen Geschäfte der Mafia, in der sich das Mafiamitglied Manuel in die Tochter seines „Feindes“  - Bianca - verliebt, hätte durchaus Potential gehabt ein mitreißendes Buch zu werden, aber für mich gab es einfach zu viele bereits bekannte Elemente. Die Handlung an sich bot nämlich nicht viel Neues, da alles dem bereits bekannten „Bad boy“ trifft auf braves Mädchen – Schema untergeordnet wurde. Wie es nicht anders sein könnte, verlieben sie sich auf der Stelle ineinander und können an nichts anderes mehr als an den anderen denken. Puh. Mir war das alles wirklich einfach nur allzu bekannt, weshalb ich auch häufig nur noch die Augen verdrehen konnte. Die Schnelligkeit, wie sich die Liebesgeschichte der beiden entwickelt, wirkte einfach nur völlig unglaubwürdig und weit hergeholt. Auch die Charaktere selbst konnten nicht wirklich überzeugen. Wie gesagt, nicht nur, dass man einen Jungen wie Manuel – den typischen Mädchenschwarm mit einem tollen Aussehen, geheimnisvoller Ausstrahlung und einem kriminellen Hintergrund – aus anderen Büchern kennt, konnte auch Bianca nicht wirklich überzeugen. Mir erschien sie häufig einfach nur farblos und auch teilweise undurchschaubar, was nicht besonders dazu beitrug, dass sie mir besonders sympathisch war.

Die Handlung war meist das Einzige, das mich noch weiterlesen ließ. Obwohl am Anfang relativ wenig passiert und die erste Begegnung- Ablehnung, Anziehung, etc. mit inbegriffen - der beiden im Vordergrund steht, nehmen die Ereignisse an Fahrt zu, weshalb ich letztendlich doch gespannt auf das Ende war und das letzte Drittel des Buches sozusagen dann auch genießen konnte. Enttäuschend ist das Ende auf jeden Fall nicht, das Buch als Gesamtes betrachtet für mich allerdings schon ein wenig.

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"Tod oder Liebe" verspricht zwar ein unterhaltsames, spannendes und nervenaufreibendes Buch zu werden, aber was einem letztendlich geboten wird - nämlich farblose und aus anderen Büchern bereits bekannte Charaktere und Handlungsstränge- ist wirklich ein wenig enttäuschend. Schade, vor allem da das Buch durchaus Potential gehabt hätte.

Kommentare:

Reni hat gesagt…

Absolute Zustimmung! Aus der Story hätte man so viel machen können und dann wurde es doch nur der durchschnittliche Einheitsbrei. So konnte ich die Verliebtheit von Bianca und Manuel auch nicht wirklich nachvollziehen, weil von 0 auf 180 passiert. Der Schreibstil war allerdings wirklich wundervoll. Leider reichte mir das aber auch nicht. SO SCHADE! Deine Review hingegen ist umso lesenswerter und wie stets schön geschrieben. :)

Liebe Grüße
Reni

Büchersuchtii aus Leidenschaft hat gesagt…

Schöne Rezension ;)

Alles Liebe
Jenny

Sara hat gesagt…

@Reni: Dankeschön. :)
Ah, ich bin froh, dass es dir bei "Tod oder Liebe" genauso ging wie mir. :) Diese plötzliche Verliebtheit fand ich auch ziemlich unnachvolllziehbar, weil sie wirklich wie du schon geschrieben hast, von 0 auf 180 passiert (und deshalb auch so unglaubwürdig wirkt).
Schade,schade..

@Büchersuchti aus Leidenschaft: Oh, vielen Dank. :)

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