"Leaving paradise" - Simone Elkeles

Freitag, 29. März 2013


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Das Letzte, was Caleb Becker vorhat, als er in seinen Heimatort Paradise zurückkehrt, ist, sich in Maggie Armstrong zu verlieben. Denn wegen Maggie, die er in jener fatalen Nacht mit dem Auto angefahren haben soll, war er verurteilt worden. Maggie wiederum will alles, nur nicht Caleb wiederbegegnen – dem Jungen, den sie für ihr Unglück verantwortlich macht. Und doch verbindet diese eine Nacht sie für immer, und so fühlen sich Caleb und Maggie, als sie sich wiederbegegnen, gegen ihren Willen zueinander hingezogen. Aber gerade, als die beiden sich näherkommen, kommen Dinge ans Tageslicht, die alles zu zerstören drohen…
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"Ich wurde eines Verbrechens angeklagt, ich habe meine Zeit abgesessen. Es ist vorbei.
Es gibt nur einen Haken: Maggie Armstrong ist nicht bereit, mir zu vergeben.
Sei meint, ich hätte meine Schuld ihr gegenüber noch nicht beglichen.
Wird diese Prüfung, die ich mir selbst auferlegt habe, irgendwann ein Ende nehmen?
"
("Leaving paradise", S. 57, Caleb)
 
Bevor ich mit „Leaving paradise“ anfing, war ich zunächst ein wenig skeptisch, da zum einen die durchaus kritischen Stimmen und meine Befürchtung, dass das Buch womöglich „Du oder das ganze Leben“ ähneln könnte, meine Erwartungen nicht zu hoch werden ließen. Dennoch war ich gespannt auf die neue Reihe von Simone Elkeles, welche es bereits schaffte, mich von ihrem Debütroman vollkommen zu überzeugen und zu begeistern.
Und ich muss sagen: Ich bin keineswegs enttäuscht, im Gegenteil; das Buch wurde schließlich regelrecht von mir verschlungen, woran die Autorin mit ihrem mitreißenden und emotionalen Schreibstil einen großen Anteil hat. Da das Buch abwechselnd aus den Sichtweisen der Protagonisten Caleb und Maggie in der Ich-Perspektive geschrieben ist, wird der Leser schon zu Beginn des Buches mit den zwei unterschiedlichen Lebenslagen konfrontiert, in denen sich die beiden Jugendlichen momentan befinden und es wird schnell klar, dass beide momentan sehr mir ihrem Leben zu kämpfen haben, ihre Schicksale aber dennoch eng zusammenhängen. Simone Elkeles schafft es dabei hervorragend mir ihrem jugendlichen Schreibstil die Gefühle der beiden authentisch und glaubhaft zu beschreiben und die richtige Atmosphäre zu kreieren. Ich geriet schnell in den Bann es Buches und konnte es kaum aus den Händen legen, da mich die Geschichte nicht mehr los ließ.
Am Anfang des Buches wird schon bald deutlich, dass Maggie und Caleb ein Ereignis in der Vergangenheit – der Unfall – verbindet und sie, obwohl sie eigentlich auf unterschiedlichen Seiten stehen sollten, dennoch diese Verbundenheit spüren und gegen ihren Willen immer mehr von dem Anderen angezogen werden. Denn auch wenn Maggie mit ihrem kaputten Bein zu kämpfen hat und Caleb erst einmal wieder richtig in sein altes Leben nach seinem Gefängnisaufenthalt finden muss, erkennen sie schnell, dass sie einander verstehen und für den anderen da sein möchten. Schön fand ich es mitzuerleben, wie sie langsam beginnen ihrer anfänglichen gegenseitigen Abneigung zu entfliehen und es nach und nach schaffen einen Schritt aufeinander zu zugehen.
Caleb war mir eigentlich schon von Beginn an sympathisch, da man als Leser schnell merkt, dass hinter der knallharten Fassade, die er nach außen hin trägt und so durchaus den Eindruck ein typtischer Bad boy zu sein erweckt, ein weicher Kern steckt. Mit Maggie dagegen hatte ich zunächst so meine Probleme. Hauptsächlich deshalb, weil sie mir häufig einfach nur naiv und ein wenig „jämmerlich“ vorkam – zwar wird aus ihren eigenen Schilderungen deutlich, das sie sich häufig als eine Kämpferin ansieht, aber mir persönlich kam das vor allem zu Beginn bei den ersten Begegnungen mit Caleb überhaupt nicht so vor (weshalb ich auch zugegeben manchmal ein bisschen genervt von ihr war). Im Laufe des Buches macht sie genauso wie Caleb eine Wandlung durch, weshalb sie mir am Ende doch einigermaßen sympathisch geworden ist.
 Im Vordergrund der Handlung steht hauptsächlich die komplizierte Beziehung zwischen Maggie und Caleb, dennoch wird immer mehr deutlich, dass es ein großes Geheimnis bezüglich des Unfalls gibt, das nach und nach Stück für Stück aufgedeckt wird und so auch ein wenig für die nötige Spannung sorgt. Allerdings fand ich die Liebesgeschichte schön und authentisch dargestellt, weshalb ich es auch nicht störend fand, dass es eigentlich keine großen Ereignisse und Vorkommnisse gibt. Alles in einem ein wirklich tolles, unterhaltsames Buch.
Image and video hosting by TinyPic"Leaving paradise" ist auf alle Fälle ein mitreißender Jugendroman, den man nach einer Weile kaum mehr aus den Händen legen möchte. Authentische Charaktere und eine fesselnde Liebesgeschichte voller Hindernisse und Ungereimtheiten schaffen es, zu überzeugen und zu begeistern. Ein tolles Buch, das Freude auf mehr macht.


Kommentare:

Elskamins Schätze hat gesagt…

Danke für die tolle und ehrliche Rezi.
Jetzt bin ich mir wieder sicher, dass ich es lesen MUSS!!!

Sara hat gesagt…

@Elskamins Schätze: Oh, ich freue mich, wenn dich meine Rezension überzeugt hat. Ich bin schon mal gespannt, ob dir das Buch dann genauso gefallen wird. :)

Reni hat gesagt…

Wie stets eine schöne Review! Ich habe die beiden Paradise-Romane zu Beginn des Jahres regelrecht inhaltiert und war ebenfalls positiv überrascht. Schon anders als die Fuentes-Reihe, aber nicht minder unterhaltsam und tiefsinnig geschrieben. Besonders das Geheimnis von Caleb fand ich sehr gelungen und eben wie sich der Unfall jeweils auf die beiden und das komplette Umfeld ausgewirkt hat. "Nur ein kleiner Sommerflirt" muss ich mir demnächst dann wohl auch mal besorgen. :)

Liebe Grüße
Reni

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