"Herzklopfen auf Französisch" - Stephanie Perkins

Montag, 21. Mai 2012


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Ein Jahr in Paris? Die 17-jährige Anna könnte sich Besseres vorstellen, als in einem Land zur Schule zu gehen, dessen Sprache sie nicht spricht. Und dafür muss sie auch noch ihren Schwarm in Atlanta zurücklassen. Doch schon bald lernt die angehende Filmkritikerin das französische Leben zu schätzen: echter Kaffee, wunderschöne Gebäude und Kinos wohin man schaut! Vor allem der attraktive Étienne führt Anna durch das schöne Paris – und wird zu ihrem besten Freund. Doch als ihre Freundschaft immer enger wird, sind beide verunsichert – und das nicht nur, weil Étienne eine Freundin hat …

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"Diesmal grinst er überwältigend, und es erwischt mich unvorbereitet. Mein Herz bleibt stehen.
Ich schaue ihn an, bis sein Lächeln erlischt und er mich fragend ansieht.
Diesmal ist es meine Stimme, die leise geworden ist.
"Gehen wir." "

("Herzklopfen auf Französisch", S. 204)


Nachdem "Herzklopfen auf Französisch" schon länger auf meiner Wunschliste stand, habe ich es mir nun endlich vor einiger Zeit gekauft und voller Erwartungen begonnen zu lesen - und ich kann wirklich sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Hatte ich zuvor noch mit einem weniger anspruchsvollem, leicht dahinplätschernden Liebesroman gerechnet, konnte es mich doch mit seiner schönen und oftmals auch tiefgründigen Geschichte von sich überzeugen.

Der Schreibstil von Stephanie Perkins hat sicherlich auch dazu beigetragen, auch wenn dieser eher umgangsprachlich und aus diesem Grund heraus häufig bestehnd aus knappen, kurzen Sätzen bestehnd, auftritt. Dennoch vermag es die Autorin gekonnt in die Atmosphäre hineinzuversetzen und durch die nicht zu ausführlichen, aber dennoch detailgenauen Beschreibungen von bestimmten Sehenswürdigkeiten in Paris wurde mir als Leser ein schöner Einblick in die mir noch unbekannte Haupstadt Frankreichs entworfen. Dabei stehen allerdings nicht wie zunächst von mir angenommen Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm, der Louvre, etc. im Vordergrund, sondern es wurden Orte beschrieben, von denen man zwar noch nicht gehört hatte, die aber trotzdem vollkommen faszinierend und intressant wirken.

Die Protagonistin selbst war mir von Anfang an ziemlich sympathisch und ich konnte zunächst ihre Empörung über ihre Versetzung in ein Internet in einem ihr völlig fremden Land und ihre langsam immer größer werdende Begeisterung für eben dieses Land vollkommen nachvollziehen und mich so auch gut mit ihr identifizieren. Ihren Schmerz über die Trennung zu ihren Freunden in Amerika, aber auch ihre wachsenden Gefühle für Étienne wurden für mich authentisch dargestelllt und ich fand diese auch nicht zu überstürzt oder aus dem Nichts kommend - als Leser kann man mitverfolgen, wie die beiden sich immer mehr annähern, aber trotzdem durch ein zwischen ihnen stehendes Hindernis dazu veranlasst werden Distanz zueinander zu halten.

Auch die anderen Charaktere wirkten nicht aufgesetzt, sondern haben mich durch ihre Macken von sich überzeugen können und dafür gesorgt, dass ich jeden Charakter - auch wenn er nicht gerade derjenige mit den besten Eigenschaften war - doch sozusagen passend fand. Einige stereostype Elemente kommen natürlich auch vor, allerdings muss ich sagen, dass ich diese nicht als störend empfunden habe, da sie doch nur in geringer Menge auftreten.; beispielsweise wäre da die - natürlich blonde - Gegenspielerin von Anna, oder aber das perfekte, wunderschöne Äußere von Étienne.

Die Handlung selbst nahm mich bereist von Anfang an gefangen und ich konnte kaum aufhören zu lesen, da ich ziemlich gespannt auf das Ende des Buches hinfieberte, welches ich, als ich schließlich dorthin gelang, als sehr gelungen empfunden habe.


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Ein wirklich schönes Buch über die sowohl schönen Seiten der Liebe, aber auch über deren Schattenseiten, die in diesem Buch authentisch dargestellt werden und mich oftmals berühren konnten. Auch durch leicht stereotype Elemente konnte mich die Handlung von sich überzeugen und mich begeistern.

Kommentare:

Sabine hat gesagt…

Schöne Rezension. :)

LG
Sabine

Sophia hat gesagt…

Eine schöne Rezension, die du da geschrieben hast :-) Das Buch klingt gut, für mich aber doch ein wenig zu "schnulzig" mit zu wenig Fantasy :-D
Das Pariser Feeling konnte mich (obwohl ich auch noch nicht da war) in "Von der Nacht verzaubert" auch sehr überzeugen und begeistern :-)

Reni hat gesagt…

Mir ging es genauso! Anfangs dachte ich noch, dass St. Clair dieser typische gutaussehende Junge zum Verlieben ist und das wieder mal eine seichte Lovestory werden könnte. Doch je mehr ich las, desto mehr stieg meine Begeisterung (ja, trotz Annas wirklich stereotypischer Gegenspielerin, die man ganz leicht NICHT mögen konnte und auch Etiene hätte ich manchmal schütteln können). Die Annäherung der beiden und das Gefühlchaos fand ich dann recht niedlich und auch nicht überstürzt - besonders als beide in die jeweiligen Weihnachtsferien flogen. Schöööön! Ich kann also nur zustimmen und weiß, dass ich "Herzklopfen auf Französisch" irgendwann nochmal lesen werde. Die Autorin behalte ich dann auch mal gleich im Blickfeld. :)

LG Reni

Rubin hat gesagt…

uh cool, noch jemand der dieses geniale Buch gelesen hat!! :)
Ich hab dem ganzen 5 von 5 Punkten gegeben, war einfach voll begeistert! ;)

Liebe Grüße
Rubin :)

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