"Ashes, Ashes"- Jo Treggiari

Mittwoch, 1. Februar 2012

Titel: Ashes, Ashes
Autor: Jo Treggiari
Originaltitel: Ashes, Ashes
Verlag: arsEdition
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsdatum: 5.Juli 2011
Preis: 16,95€




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Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr ...
Tödliche Epidemien, Tsunamis und Klimakatastrophen - die sechzehnjährige Lucy hat das Ende der Welt kommen und gehen gesehen. Als eine der wenigen Überlebenden eines alles vernichtenden Virus versucht sie sich in den zum Dschungel gewordenen Ruinen von New York durchzuschlagen. Doch Lucys Welt ist voller Bedrohungen: gefährliche Diebe und skrupellose Plünderer streifen umher. Als eine Horde wilder Hunde sie jagt, gelangt sie ans Ende ihrer Kräfte. Doch wie aus dem Nichts taucht Aidan auf - ein Junge, der ihr hilft, der tödlichen Meute zu entkommen und sie überredet, sich seiner Gruppe von Überlebenden anzuschließen. Aber auch diese kleine Gemeinschaft wird bedroht. Und langsam beginnt Lucy zu ahnen, dass sie selbst das Ziel der nächtlichen Überfälle ist. Etwas an ihr scheint anders zu sein ... Doch was ist Lucys Geheimnis, das für die letzten überlebenden Menschen Bedrohung und Erlösung zugleich ist?

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Als ich mir "Ashes, Ashes" gekauft habe, hatte ich hohe Erwartungen an das Buch - dies lag hauptsächlich daran, dass ich in den letzten Monaten viele wunderbare Dystrophien gelesen habe, die mich nicht enttäuschten, sondern im Gegenteil, vollkommen überzeugten und begeisterten.
Bereits auf den ersten Seiten wird man als Leser mit der drastischen Veränderung der Welt konfrontiert und es wird beschieben zu welchen Überlebensmaßnahmen man als Mensch in dieser Zeit bereit sein muss, um eine Chance auf ein Leben haben zu können. Durch die zu Beginn öfters auftauchenden Rückblenden, welche ich als sehr passend empfunden habe, werden die Gründe für diese Veränderungen auf der Erde genannt: Epidemien, welche den Hauptteil der Bevölkerung hinweggrafft haben, aber auch Umweltkatastrphen, die einen Bezug zur heutigen Zeit herschaffen, allerdings natürlich in weit größerem Ausmaß auftreten. Die Lage, in der sich Lucy, die Hauptprotagonistin, befindet, hat auf mich sogleich eine Art Faszination ausgeübt. Seit über einem Jahr lebt sie nun alleine im Wald und musste sich in den vergangenen Jahren selbst beibringen, wie sie überleben kann und zu welchen Mitteln sie dazu zu greifen bereit sein muss. Sie besitzt einen sehr starken Charakter, was sich auch dadurch kennzeichnet, dass sie beispielsweise seit längerem keinen Kontakt zu anderen Menschengruppen hatte, sets darauf bedacht ist sich zu schützen und für ihr Essen keine Mühen scheut.
Durch die Rückblenden aus ihrem frühren Leben und der damals noch "normalen" Welt wird auch hervorragend die Entwicklung, die sie durchlaufen hat beschreiben, was in mir eine nochmals größere Bewunderung für sie bewirkt hat. Durch den flüssigen Schreibstil gelingt es der Autorin womöglich aufkommende Langweile auf den ersten 50 Seiten zu vermeiden und stets Spannung zu erzeugen und erhalten.
Nach der schicksalshaften Begegung zwischen Aidan und Lucy konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Zu gespannt war ich darauf, was sich daraus für Lucy ergeben würde und wie sie mit dieser neuen Situation in Stande war umzugehen.
Als schließlich Lucys Leben durch darauffolgende Ereignisse vollkommen umgestülpt wird, lernt sie ihre Unsicherheiten und ihr Misstrauen anderen gegenüber beiseitezustellen und neues Vertrauen zu schöpfen. Im letzten Teil des Buches überschlagen sich die Handlungen. Die düstere und auch oft bedrückende Stimmung und der bildhafte Stil haben dazu beigetragen, dass ich mich problemlos in diese von Gewalt und Krankheiten geprägte Welt hineinversetzten konnte.
Ein wenig schade finde ich es, dass die Nebencharaktere ein wenig zu sehr im Hintergrund stehen. Am meisten erfährt der Leser natürlich über Lucy, allerdings hätte ich es mir gewünscht auch mehr über beispielsweise Aidan, seinen Bruder Sammy, oder Dell und Henry zu erfahren. Über deren Geschichte oder ihr Leben vor den ganzen Katastrophen ist so gut wie gar nichts bekannt, was mich vor allem deshalb enttäuscht habe, weil ich immerzu darauf gewartet habe, dass doch noch schließlich etwas über sie gesagt wird - leider war dies aber nicht der Fall.
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Ein toll geschriebenes Buch, welches ausdrückt, dass selbst in schweren Zeiten schöne Dinge die Möglichkeit haben können, zu entstehen.
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Kommentare:

MacBaylie hat gesagt…

Hallo,

das Buch habe ich auch noch hier liegen und bin leider noch gar nicht dazu gekommen es zu lesen.
Nun habe ich aber wieder einen Ansporn und es ist auf meinem Stapel nach oben gerutscht :-)
Danke für die schöne Rezi
Liebe Grüße
MacBaylie

Elle hat gesagt…

Ich habe das Buch schon vor etwa einem halben Jahr gelesen und mir hat es leider nicht so gut gefallen. Aber schön, dass es dir Spaß gemacht hat! Eine super schöne Rezension auf jeden Fall. :)

Liebe Grüße
Elle

captain cow hat gesagt…

Salut :)
Mal wieder eine schöne Rezension. Das Buch hatte ich vorher mal gesehen, aber irgendwie hat es mich kaum interessiert. Hier hört sich das Ganze doch schon viel spannender an. Mal sehen, vielleicht lese ich das Buch ja doch noch :]
LG

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