"The sign" - Nur zu deiner Sicherheit

Dienstag, 10. Januar 2012

Titel: "The sign" - Nur zu deiner Sicherheit
Autor: Julia Karr
Originaltitel: XVI
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2011
Seitenanzahl: 480
Verlag: cbt
Preis: 8,99€











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Nichts fürchtet die in einer nahen Zukunft lebende Nina so sehr wie ihren sechzehnten Geburtstag. Obwohl die meisten Mädchen dieses Datum kaum erwarten können: Sie bekommen ein Tattoo und dürfen nun legal Sex haben. Doch Nina ahnt, dass mehr hinter diesem Tattoo steckt. Als kurz darauf ihre Mutter bei einem brutalen Anschlag ums Leben kommt, erfährt Nina: Ihre Mutter gehörte zum Widerstand – und ihr totgeglaubter Vater ist am Leben, irgendwo im Untergrund. Sie setzt alles daran, ihn zu finden – und gleichzeitig sich und ihre
Halbschwester vor dem Zugriff des Regimes zu schützen. Da verliebt sie sich in Sal, einen Widerstandskämpfer. Doch kann sie ihm trauen?

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Es gibt Bücher, die einen von der ersten Seite mitreißen und vollkommen überzeugen. Allerdings gibt es auch Bücher, die eine geraume Weile benötigen, um Interesse und Spannung zu erzeugen.
"The sign" gehört für mich zur zweiten Sorte - obwohl der Klappentext mich sofort überzeugte, enttäuschten mich die ersten Seiten, sodass ich es erst einmal ein paar Tage wieder zur Seite legte. Nachdem ich es allerdings wieder in die Hand nahm und mit einer "anderen" Einstellung mit dem Lesen von Neuem begann, muss ich sagen, hat es mich nach anfänglichem Zögern und Innehaltens nun doch begeistert.
Zu Beginn fühlte ich mich ein wenig von Begriffen wie beispielsweise "PAVs" oder "Trannies" überrumpelt, da sie einfach in den Raum geworfen wurden und es keine dazugehörigen Erklärungen gab. Nachdem sich allerdings die Handlung langsam entwickelte wurden auch die Begriffe deutlicher und man bekam einen guten Einblick in die in Zukunft befindende, von Medien geprägte Welt. Mir hat es gefallen, dass Julia Karr auf die Abhängigkeit und überwältigende Macht der Medien hingewiesen hat, beispielsweise durch Ninas beste Freundin Sandy, welche sich ein Leben ohne Vorgaben von den Medien kaum vorstellen könnte.
Nina selbst erschien mir erstmals häufig ein wenig farblos, allerdings hat sich auch ihr Charakter entwickelt und aus dem einst unwissenden Mädchen entwickelte sich langsam eine starke Persönlichkeit. Durch die Infragestellung der Regierung, wessen Auslöser der Mord an ihrer Mutter darstellte, lernte sie auf ihr eigenes Urteilsvermögen zu hören und sich nicht von anderen Menschen kontrollieren und bestimmen zu lassen.
Was ich mir allerdings gewünscht hätte, wäre eine genauere Beschreibung von ihren Freunden, über welche kaum Beschreibungen beispielsweise bezüglich des Aussehens oder besonderen Eigenschaften gegeben waren.
Sal, welcher für Nina eine immer größere Bedeutung gewinnt, ist ein Charakter, auf den ich nicht verzichten hätte wollen. Er ist für Nina letztendlich derjenige, welcher es ihr ermöglicht die Welt jenseits des von der Regierung bestimmten Staates zu sehen.

"Du allein bist mir wichtig, Nina".
Er schlang seine Arme um mich, und so blieben wir sitzen, bis die Straßenbeleuchtung ansprang - und das ging mir persönlich viel zu schenll.
("The sign", S. 414)
Die Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelte, erschien mir nicht aufgesetzt oder übertrieben, wie in so vielen anderen Büchern. Mir hat es sehr gefallen, die langsame Annäherung der beiden zueinander beobachten zu können.
Der Schreibstiel von Julia Karr ist leicht und flüssig zu lesen. Da es aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, habe ich oftmals die Handlungen von Nina besser verstanden, als ich es wahrscheinlich getan hätte, wenn ich nicht einen Einblick in ihre Gefühls und Gedankenswelt bekommen hätte.
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Ein angenehm zu lesendes Buch, welches (nach Anfangsschwierigkeiten) unterhaltsam und spannend geschrieben ist, sodass die Handlung letztendlich einen doch gefangen nimmt. Die Ideen sind zwar noch nicht ganz ausgereift, allerdings werden hoffentliche einige aufgekommene Fragen im zweiten Band (,welcher auf Englisch am 19.Januar erscheinen wird) beantwortet werden.

Kommentare:

captain cow hat gesagt…

Wieder so eine schöne Rezension :)
Das Buch hört sich ja aber ganz gut an und bisher hab ich eigentlich nur Gutes gehört, dennoch weiß ich noch nicht so recht, ob ich es mir kaufen werde. Wenn dann, eher auf Englisch.
Würdest du sagen, dass es sich von den momentan so zuhauf erscheinenden Dystopien in irgendwelchen Punkten besonders abhebt?

Jeanne hat gesagt…

Bei so viel Dystopien verliert man schon langsam den Überblick welche nun gut ist und welche nichts lohnenswert ist.

Danke jedenfalls für deine Rezension, dadurch wächst meine Wunschliste wieder ♥

captain cow hat gesagt…

@ Livi:
Tankas muss man nicht unbedingt kennen, nein. Ich kenn sie auch nur zufällig, irgendwie, weil ich mich dazu mal etwas umgeschaut habe :) Es freut mich aber, dass dir meine Momentaufnahme gefällt :)
Stimmt, Fantasy ist nicht so deins. Meins eigentlich auch nicht, aber ein paar Mal interessiert es mich dann doch schon. Momentan find ich aber auch einfach keine realistischen Jugendbücher, die mich wirklich ansprechen und die ich noch nicht gelesen habe :]
Mal sehen, was ich dann von "Daughter of Smoke and Bone" halten werde. Ja, ich werd auch "Fever" auf Englisch lesen. Die Sprache ist in den Büchern recht leicht, deshalb geht das (wobei ich auch denke, dass schweres Englisch gut ginge :)). Stimmt, auf die deutsche Fassung muss man dann noch länger warten - schade. Aber zwischendurch erscheinen ja auch noch viele tolle Bücher!

Andra hat gesagt…

Das Buch interessiert mich sehr, danke für deine Rezension :)

Mensch Livi ... Melde dich doch mal bei mir :(

PLUTONIUM hat gesagt…

Vielen lieben Dank für die Rezension! Hm, das klingt ganz interessant, auch wenn ich noch nicht ganz genau weiß, ob das nun zu 100% etwas für mich wäre, zurzeit weiß ich irgendwie selbst noch nicht, was ich will. Kommt aber auf jeden Fall auf meine "beachten" Liste (:

Diti hat gesagt…

Auf dieses Buch hatte ich mich eigentlich sehr gefreut. Nur dann kamen die ganzen negativen Rezis, dann wurde meine Freude gestoppt. Schön mal eine positive Rezi, die übrigens sehr schön geschrieben ist, zu lesen.

Liebe Grüße, Diti

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