"Die Flammende"- Kristin Cashore

Sonntag, 4. Dezember 2011

Titel: Die Flammende
Autorin: Kristin Cashore
Seitenanzahl: 510
Erscheinungsdatum: 12. Januar 2011
Originaltitel: Fire
Verlag: Carlsen Verlag
Preis: 19,90€
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Wer das Mädchen mit den Haaren wie Feuer einmal gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen: Fire übt eine unwiderstehliche Macht auf alle Lebewesen in ihrer Nähe aus. Zudem kann sie in die Gedanken anderer Menschen eindringen - nur nicht in die von Prinz Brigan. Wer ist dieser unnahbare Feldherr, und welche Rolle spielt er im Kampf um den Thron? Fire kann sich dem Netz aus Verschwörungen, das sich um sie herum entspinnt, nicht entziehen. Ebenso wenig wie dem Mann, der so widerstreitende Gefühle in ihr hervorruft ...
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Vorab sollte ich erwähnen, dass ich „Die Beschenkte“ nicht gelesen habe, was allerdings auch nicht notwendig ist, denn ich hatte vom Verständnis bezüglich der Personen oder der Handlungen in „Die Flammende“ keinerlei Probleme.
Von Anfang an begeistert hat mich die Leseprobe. Zwar fand ich das Cover auch wunderschön (wodurch natürlich meine Entscheidung nochmals erleichtert wurde), aber nachdem ich eine längere Leseprobe im Internet gelesen hatte, war ich mir vollkommen sicher, dass ich dieses Buch bald lesen würde müssen.
Die Idee hinter der Geschichte fand ich neuartig und deshalb auch umso interessanter. Fire lebt in einer Welt, in der es sogenannte Monster gibt, die die Menschen angreifen und eine große Gefahr bedeuten. Fire stellt eine Ausnahme dar, da sie das letzte Monster ist, welches im Besitz eines menschlichen, wunderschönen Körpers ist. Es wird deutlich, dass sie sich ständig in einem Kampf mit sich selbst befindet, da sie die Qualen des Gedanken nach ihrem Sinn in der Welt belasten und sie stetig gefangen nehmen. Die Faszination über ihre Schönheit lässt die Menschen die mögliche Gefahr, die von ihr ausgeht, vergessen und sich ihr oftmals hilflos und willenlos gegenüberstehen. Mich faszinierten vor allem Fires Gedanken, Empfindungen und Impulse, welche zeigten, dass sie, obwohl sie sich gänzlich von anderen Menschen unterscheidet, die gleichen Gefühle besitzt und letztendlich gar kein so großer Unterschied besteht. Vor allem ihre Traurigkeit angesichts der Ablehnung bzw. übernormalen Bewunderung und Faszination der Menschen wurde authentisch vermittelt. Aufgrund dieser Andersartigkeit hat Fire oftmals
auch mit Vorurteilen zu kämpfen, beispielsweise auch mit jenen, die Brigan – der Königssohn – ihr entgegenbringt. Durch seine schlechten Erfahrungen mit Fires Vater Cansrael, welcher einen großen Teil dazu beitrug, das Königreich zu Grunde zu richten, begegnet er ihr von der ersten Begegnung an mit Misstrauen und Ablehnung. Obwohl Brigan einen entschlossenen, aber auch sehr sturen Mann darstellt, bekommt man die Risse in seiner Rüstung der Ablehnung Fires mit und merkt, wie er beginnt das wahre Wesen bzw. den Menschen in ihr zu erkennen und letztendlich auch zu lieben.

„Brigan sagte ihren Namen und sandte ihr ein Gefühl. Es war Mut und Stärke und noch etwas anderes, als würde er neben ihr stehen, als hätte er sie in sich aufgenommen und ließe ihren ganzen Körper einen Moment an seinem Rückgrat ausruhen, ihren Verstand in seinem Verstand, ihr Herz im Feuer seines Herzens.
Das Feuer in Brigans Herz war erstaunlich. Fire begriff und konnte kaum glauben, dass das Gefühl,das er ihr sandte, Liebe war.“
(„Die Flammende“, S. 373/374)

Ich als Leserin konnte mitverfolgen, wie aus dem verunsicherten, leicht verängstigtem Mädchen eine selbstbewusste, zufriedene und glückliche Frau geworden ist, welche sich für das Gute und nicht das Böse in ihr entschieden hat und so letztendlich über sich selbst hinausgewachsen ist.
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Ein wunderbares Buch über die Frage nach dem Sinn im Leben, welches sich zudem mit wichtigen Entscheidungen befasst, die jeder (wahrscheinlich aber in einer anderer Form) in seinem Leben irgendwann treffen muss. Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen.

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(4 von 5 Muffins)

Kommentare:

Belle hat gesagt…

Tolle Rezi :) Ich habe "Die Beschenkte" gelesen und fand es auch ganz gut, aber halt nicht großartig. Ich hoffe, dass ich auch bald mal dazu kommen werde, "Die Flammende" zu lesen!
Liebe Grüße,
Belle

captain cow hat gesagt…

Eine sehr schöne Rezension. Ich habe "Die Beschenkte" gelesen, war aber eher weniger begeistert davon - also das Buch war okay, wurde zum Ende hin aber irgendwie immer weniger ansprechend für mich. Allerdings finde ich "Die Flammende" vom Inhalt her weitaus interessanter. Hoffentlich finde ich das Buch mal in der Bibliothek und kann es dann lesen.
LG :)

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