"Silberlicht"- Laura Withcomb

Mittwoch, 14. September 2011

Titel: Silberlicht
Autorin: Laura Whitcomb
Originaltitel: A cerrtain slant of light
Erscheinungsdatum: 11.März 2010
Seitenanzahl: 320
Verlag: PAN
Preis: 14,99 €















Kurzbeschreibung:
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden. Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und … er lächelt! Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt …

Lesegrund:
Dass ich dieses Buch lesen durfte, habe ich hauptsächlich Livi zu verdanken, da sie es mir geschenkt hat. An dieser Stelle nochmals vielen, vielen Dank. ♥ Davor habe ich das Buch zwar noch nie gesehen, aber ich fände die Kurzbeschreibung und das Cover auch so sehr ansprechend. Vor allem die Kurzbeschreibung verspricht schon sehr viel und macht neugierig.

Eigene Meinung:
Gut gefallen hat mir bereits schon am Anfang des Buches, dass es mitten im Geschehen beginnt. Keine seitenlange Einführung in Zeit und Ort; der Leser wird also sogleich in die Geschichte hineinmanövriert. In manch einem Buch ist dies vielleicht unpassend, in "Silberlicht" habe ich es allerdings als gelungener Beginn empfunden.
Das Buch ist aus der Persepktive von Helen geschrieben. Sie ist bereits über hundert Jahre tot, spukt allerdings immer noch als Form einer Lichtgestalt, wie das Wort "Geist" umgangen wird, auf der Erde. Dem Leser werden die Eindrücke von Helen vermittelt, sodass man sich sogleich auch mit ihr verbunden fühlt.
Außerdem bekommt man während des gesamten Buches wundervoll beschriebene Beschreibungen ihrer Gefühle und vor allem auch dem Wandel eben dieser, der mit dem Auftreten von James beginnt, vermittelt.

"Jemand sah mich an; ein seltsames Gefühl, wenn man tot ist."
("Silberlicht", S.7)

Bei James handelt es sich ebenfalls um eine Lichtgestallt. Allerdings hat er einen Weg gefunden, in einen menschlichen Körper zu leben, weshalb er im Gegensatz zu den anderen Menschen Helen von Beginn an sehen kann. Laura Whitcomb beschriebt einfach wundervoll die Vertrautheit, die sofort zwischen den beiden herrscht. Der Schreibstil der Autorin hat dazu auch hervorragend gepasst: er ist zwar sachlich, aber gleichzeitig auch emotional und mitreißend, was es fast unmöglich macht das Buch aus der Hand zu legen.

"Soweit ich weiß", warf ich ein, "sind wir zwei die Einzigen unserer Art. Wer würde in Gottes Augen besser zusammenpassen als wir?"
("Silberlicht", S.158)

Auch wenn Helen und James sich (wie ich es zumindest empfunden habe) auf den ersten Blick ineinander verliebt haben, treten dennoch wie in den meisten Büchern, Probleme auf. Da Helen sich im Zustand einer Lichtgestalt befindet, kann sie nicht auf die Art mit James zusammen sein, wie die beiden es sich wünschen.
Deshalb beginnt eine "spannende", wohl eher ziemlich interessante Suche nach dem geeigneten menschlichen Körper für Helen. Mir hat es sehr gefallen als Leser mitzuerleben, wie sich die Beziehung der beiden intensiviert, nachdem diese Suche geglückt ist. Zwar fand ich, dass während des gesamten Buches eine große Spannung vorhanden war, aber vor allem gegen Ende wurden die verschiedenen Ereignisse nervenaufreizend beschrieben und ineinander verstrickt.

Die Charakter der beiden waren mir ebenfalls auf Anhieb sehr sympathisch, was natürlich auch dazu beigetragen hat, weshalb mir das Buch so gut gefallen hat. Auch wenn das Buch aus der Perspektive von Helen geschrieben ist und man deshalb natürlich hauptsächlich ihre Gefühle, Eindrücke ect. vermittelt bekommt, ist der Charakter von James trotzdem sehr gut beschrieben worden, da er für Helen so von Bedeutung ist.
Das Buch wird zusätzlich spannender deshalb, da immer wieder Fetzen aus dem alten, menschlichen Leben vor Helens Tod in ihre Erinnerung kommen. Denn als sie gestorben ist, hat sie so gut wie alles aus diesem Leben verloren. Eine Suche nach Antworten beginnt und ist einfach nur fesselnd.
"Wir sind aus einem bestimmten Grund auf der Erde zurückgeblieben."

Mein Innerstes krampfte sich so plötlzlich zusammen, dass mir schlecht wurde.
James rückte noch näher an mich heran. "Aber wir haben uns gefunden. Alles ist gut." ("Silberlicht", S.228)

Fazit: Ein wundervolles Buch mit faszinierenden, tollen Charakteren. Ich kann es nur weiterempfehlen. Eine Liebesgeschichte im übersinnlichen Bereich, der eine tolle Abwechslung zu anderen Romanen bietet.


Kommentare:

Lennie hat gesagt…

Ich finde Silberlicht auch total schön. Das neue Design ist übrigens toll geworden ich mag es, den alten Header fand ich übrigens sehr schön. Mein Blog

Jessi hat gesagt…

Ich fand Silberlicht auch echt schön. :)
Vor allem das Cover finde ich sehr gelungen.
Lieben Gruß,
Jessica

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