Rezension: "Godspeed"

Samstag, 20. August 2011



Titel: "Godspeed- Die Reise beginnt"
Originaltitel: "Across the Universe"
Autor: Beth Revis
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: August 2011
Seitenzahl: 445










Klappentext:
Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der "Godspeed". Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden 300 Jahre in der Zukunft.
Doch Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden?
Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen.
Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der "Godspeed" auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen?
Eine packende Gesellschaftsvision und ein fesselnder Pageturner um eine große Liebe, der Traum von Freiheit und tödliche Gefahren. Erster Band der Trilogie.

Eigene Meinung:

"Und da wird mir die wichtigste Tatsache bewusst, was das Leben auf einem Raumschiff betrifft. Man kann nirgendwo hinrennen."
(S. 164, "Godspeed")

Mir fiel es zu Anfang ziemlich schwer, einen Einstieg in die Geschichte zu finden. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, jedoch musste ich es nach den ersten 70 Seiten vorerst beiseite legen und mich einem anderen Buch widmen, bevor ich mich wieder daransetzte. Zum einen lag es mit Sicherheit an Beth Revis Schreibstil, der an sich nichts besonderes und eher durchschnittlich ist und der es nicht schaffte, mich für die Geschichte zu begeistern.
Da die Geschichte abwechselnd aus Amys und Juniors Sicht geschildert wird, fand ich vor allem Amys Schilderungen zu der Zeit, in der sie eingefroren war, nicht besonders fesselnd. Natürlich war das zum Einen beabsichtigt, aber dazu kam, dass mir Junior anfangs nicht wirklich sympathisch war: Er wirkte etwas kindlich, naiv und alles andere als tiefgründig auf mich.
Zudem sind die ersten hundert Seiten die Beschreibungen von der Godspeed und deren Räumlichkeiten sehr ungenau und - zumindest für mich - schwer vorstellbar. Es wurde mit Begriffen und Namen um sich geworfen, die zuerst ein kleines Fragezeichen bei mir aufwarfen. Nach den ersten 100 Seiten war ich folglich etwas enttäuscht und dachte schon, mir zu viel von diesem Buch erhofft zu haben.
Doch wie sich später herausstellen sollte, war ich zu voreilig mit meinem Urteil: Spätestens ab der 200. Seite hat es mich gepackt. Die Geschichte hatte endlich begonnen voranzuschreiten und in alle möglichen Richtungen ihren Lauf zu nehmen. Ein unerwartetes Ereignis folgte auf das nächste und plötzlich hatte sich auch meine Meinung über Junior verändert und er wurde mir immer sympathischer. Auch die Godspeed an sich konnte ich mir immer besser vorstellen. Schließlch fiel es mir letztendlich sehr schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen und als ich auf der letzten Seite angekommen war, war ich Feuer und Flamme für diese Geschichte. Die Idee an sich hatte sich als noch komplexer und interessanter als zu Anfang gedacht herausgestellt und auch wenn meiner Meinung nach eine Fortsetzung nicht zwingend notwendig wäre, kann ich den 2. Band dennoch kaum erwarten.

"Als wäre ein Teil meiner Seele verloren und leer gewesen und ist jetzt
erfüllt vom Licht der Millionen Sterne."
(S. 165, "Godspeed")


Fazit:
Die Idee hinter der Geschichte ist einfach etwas völlig neues und bietet auf jeden Fall etwas Abwechslung unter diesem ganzen Dystopien/Zukunftsromanen- Ansturm. Ein Buch, das meiner Meinung nach viele Überraschungen bereithält und mich nach kleinen anfänglichen Schwierigkeiten schließlich dennoch vollkommen in seinen Bann gezogen hat.









1 Kommentar:

captain cow hat gesagt…

Hui, das ist ja dann doch ein Buch, das sich ziemlich entwickelt... Sehr interessant. Ich hab auch überlegt, mir das Buch zu kaufen, aber ich denke, ich werde erstmal in der Bibliothek danach schauen - auch wenn deine Meinung im Endeffekt sehr gut ausfiel :]

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