Neuzugänge im April

Montag, 10. April 2017




Der April macht ja bekanntlich was er will - ebenso verhält es sich mit meiner Buchkauflust. Die macht sich nämlich momentan selbständig und obwohl bereits im März einige Bücher meinen ohnehin schon großen SuB gewandert sind, scheint im April noch kein Ende in Sicht.
Zwei Bücher sind in den letzten Tagen bei mir eingezogen, über die ich mich sehr freue und bei denen es mir schon in den Fingern kitzelt, danach zu greifen, um mit dem Lesen zu beginnen.


Zum Einen ist mein - man glaubt es kaum - erstes Königskind eingezogen. "Das Schloss in den Wolken" steht schon ewig auf meiner Wunschliste und ist dann vor ein paar Tagen spontan bei einer Bestellung mit in den Einkaufswagen gewandert. Ich bin schon gespannt auf die Geschichte - klingt irgendwie schrullig und süß.


Auf "Hunted" von Meagan Spooner freue ich mich schon sehr, sehr lange. Ich liebe "Die Schöne und das Biest" schon immer und auch wenn Märchen-Retellings derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen, kann ich einfach nicht genug von ihnen bekommen. Dazu kommt, dass "Hunted" wirklich anders zu sein scheint - denn in dieser Nacherzählung jagt wohl "Beauty" das "Beast". 
Meagan Spooners "These Broken Stars"-Bücher habe ich (noch) nicht gelesen, entsprechend neugierig und unvoreingenommen bin ich. Ich kann es kaum erwarten und würde am liebsten meine aktuelle Lektüre ins Regal verbannen, um mit "Hunted" beginnen zu können.

Habt ihr eines der Bücher schon gelesen oder kennt andere Werke der beiden Autorinnen? 

Seid ihr Märchen-Retellings ebenso verfallen wie ich oder habt ihr so langsam genug vom Einheitsbrei? 

Rezension: "Caraval" - Stephanie Garber

Samstag, 8. April 2017









Tritt ein in das gefährlichste Spiel der Welt! 

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? 

Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...


Quelle: Piper






" >>Willkommen, willkommen in Caraval! 
Dies ist die großartigste Vorstellung an Land und auf dem Meer. Ihr werdet Wunder erleben, wie sie vielen Menschen ihr Leben lang nicht begegnen. 
Ihr könnt Magie aus einer Tasse trinken und Träume in Flaschen kaufen.
Doch bevor ihr ganz und gar in unsere Welt eintaucht, erinnert euch daran, dass alles nur ein Spiel ist [...] Wir wollen euch davontragen, doch gebt acht, dass ihr nicht zu weit davongetragen werdet. Wahr gewordene Träume können wunderschön sein, aber sie können auch zu Albträumen werden, aus denen man nicht mehr erwachen kann.<< "

["Caraval" | Stephanie Garber | S. 80]


Bevor ich "Caraval" zu lesen begann, war diese Geschichte ein großes, dunkles, geheimnisvolles Fragezeichen für mich. Die englischen Buchblogger schienen geradezu vor Begeisterung zu sprühen, doch der Klappentext wollte mir dennoch keine konkrete Vorstellung davon vermitteln, was mich erwarten würde.

Völlig unvoreingenommen und entsprechend erwartunglos stürzte ich mich also in die mysteriöse Welt von Caraval - einer Vorstellung, die komplett anders zu sein versprach. Und tatsächlich: Schon nach wenigen Seiten war es um mich geschehen. Die Welt von Caraval hatte mich regelrecht eingesaugt und ich habe es unheimlich genossen, zusammen mit der Protagonistin Scarlett durch die Gassen von Caraval zu laufen, Geschäfte zu besuchen, in denen mit Wünschen gefeilscht wird, von Kleidern zu lesen, die sich je nach Stimmung in puncto Farbe und Schnitt verändern, sowie das Rätsel um den Aufenthaltsort ihrer Schwester Tella zu lösen. 

Scarlett habe ich dabei als überaus angenehme Protagonistin empfunden - sie ist ein typischer Kopfmensch (was mir bekannt vorkam), versucht als solcher ihre Handlungen genau zu durchdenken und ihr Leben penibel akkurat vorauszuplanen. So sehr sie sich auch nach Sicherheit sehnt, wird man als Leser schon bald Zeuge davon, wie die sonderbare Welt um die Caravalvorstellung ihr eine Lektion diesbezüglich erteilt.

Dank unzähliger, wunderbarer Kuriositäten, die an jeder Ecke von Caraval lauern, habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Und auch wenn der Plot anfangs recht simpel und einfach gestrickt zu sein scheint, wird man spätestens im letzten Drittel des Buches eines Besseren belehrt. 
Ich muss zugeben, dass ich von der Handlung während der ersten zwei Drittel etwas enttäuscht war - der zu Anfang so geheimnisvolle und faszinierende Master Legend hatte an Glanz verloren, Tella schien blass und naiv und die aufkeimende Romantik zwischen Scarlett und dem männlichen Gegenpart war mir etwas zu plötzlich und unglaubwürdig... Und dann kam alles Schlag auf Schlag. War ich mir im einen Moment noch so sicher, das Geheimnis gelüftet und das Rätsel durchschaut zu haben, wurden meine Vermutungen auf der nächsten Seite wieder umgeschmissen. 

Stephanie Garber hat es tatsächlich bis zur allerletzten Seite geschafft, mich atemlos zu halten und immer wieder überrascht die Augenbrauen hochziehen zu lassen. 
Die letzten Seiten sind wirklich meisterhaft gut gelungen und werden den Lobeshymnen, die an dieses Buch gerichtet werden, mehr als gerecht. 

War ich zu Anfang noch etwas enttäuscht, steckte in den hinteren Kapitel genau das, was ich mir von einem Buch, das voller Illusionen und Täuschungen spricht, erhofft hatte: Hinters Licht geführt zu werden, nicht mehr zu wissen, was ich nun glauben kann und was nicht, wer Bösewicht und wer Held ist. Könnte ich kurz nach Caraval reisen, würde ich dem sonderbaren Uhrenladen einen Besuch abstatten und mal eben die Zeit vordrehen, um Band zwei in Händen halten zu können. 








Eine Welt voller sonderbarer Kuriositäten und geheimnisvoller Illusionen: "Caraval" ist definitiv anders, aufregend und ein durch und durch magisches Leseerlebnis. Einzig die im Hintergrund gehaltene Liebesgeschichte konnte mich mangels nachvollziehbarer Entwicklung nicht überzeugen. Dieses Manko wird jedoch dank zahlreicher unvorhersehbarer Wendungen und einer sympathischen Protagonistin mehr als wett gemacht. Ich kann es kaum erwarten, wieder in die Welt von Caraval einzutauchen und an der Nase herumgeführt zu werden!



Augenweiden

Samstag, 1. April 2017






Bereits im letzten Posts habe gestanden, ein Faible für außergewöhnlich schöne Cover zu haben - andererseits: Wer hat das schon nicht?

Auch diese vier Prachtexemplare haben meinen Blick auf sich gelenkt, als ich zufällig über sie gestolpert bin. Ob es Zufall ist, dass es sich bei allen vier Schönheiten um englische Ausgaben handelt? Wohl kaum. Zumeist gefallen mir die UK/US Cover um einiges besser, wobei ich zugeben muss, dass die deutschen Covergestalter die letzten Jahre über meiner Meinung nach aufgeholt haben.

Bei "The Book Jumper" handelt es sich um die englische Übersetzung von Mechthild Gläsers hierzulande bekannten "Die Buchspringer" - das Originalcover mit dem englischen Cover zu vergleichen ist, denke ich, überflüssig. Hach, ich könnte dieses Cover stundenlang ansehen.

Das Cover von "The Traitor's Kiss" ist genau nach meinem Geschmack - nicht zu überladen, aber auch nicht zu minimalistisch. Ohnehin mag ich Buchcover, die ganz ohne abgebildete Personen und nur mit symbolischen Gegenständen oder einem schönen Schriftzug auskommen, viel lieber. Der Klappentext klingt ebenfalls nicht schlecht - bei den Worten "Spionage" und "Intrigen" bin ich fast immer dabei. 

"The Eleven Tales" wird von einem unglaublich schönen, märchenhaften und verträumten Cover geschmückt. Schade, dass mich der Klappentext, der nach Hardcore-Fantasy klingt, nicht wirklich anspricht.

"The Glass Spare" ist ein neuer Roman von Lauren DeStefano, deren "The Chemical Garden"-Bücher mir bereits gefallen haben. Die Idee klingt cool und das Cover passt zur Geschichte, denn die Protagonistin soll die Gabe haben, Menschen mit einer Berührung in Edelsteine zu verwandeln. Klingt außergewöhnlich und ist schon so gut wie vorbestellt.

Seid ihr von den gezeigten Covern ebenso angetan wie ich? 

Wird einer der Titel in euer Regal wandern? 
© fearsomeangel.blogspot.com