Rezension: "Das Reich der sieben Höfe (3) - Sterne und Schwerter" von Sarah J. Maas

Sonntag, 22. April 2018










Feyre hat ihren Seelengefährten gefunden. Doch es ist nicht Tamlin, sondern Rhys. Trotzdem kehrt sie an den Frühlingshof zurück, um mehr über Tamlins Pläne herauszufinden. Er ist auf einen gefährlichen Handel mit dem König von Hybern eingegangen und der will nur eins – Krieg. Feyre lässt sich damit auf ein gefährliches Doppelspiel ein, denn niemand darf von ihrer Verbindung zu Rhys erfahren. Eine Unachtsamkeit würde den sicheren Untergang nicht nur für Feyre, sondern für ganz Prythian bedeuten. Doch wie lange kann sie ihre Absichten geheim halten, wenn es Wesen gibt, die mühelos in Feyres Gedanken eindringen können?


Quelle: dtv Verlag








"Und als mein Zittern vergangen war, hatte ich es mit neuen Augen gesehen. All das, was schlecht war: den Stolz, die Heuchelei, die Scham, den Zorn, die Feigheit, den Schmerz [...] Denn erst in dem Augenblick war mir klar geworden, was der Suriel gemeint hatte. Nur ich selbst konnte dem Bösen gestatten, mich zu vernichten."

["Das Reich der sieben Höfe (3) - Sterne und Schwerter" | Sarah J. Maas | S. 661]




Oh, wie sehr habe ich mich auf den dritten Band dieser berauschenden, mitreißenden Reihe gefreut und regelrecht die Tage bis zum Erscheinungsdatum gezählt. Doch wie bei so vielem, stellte sich mal wieder heraus, dass auch die Vorfreude und damit verbundenen hohen Erwartungen Segen und Fluch zugleich sind.

Dies wurde mir leider ziemlich schnell bereits nach den ersten Seiten bewusst: Irgendetwas fehlte. Das bereits bekannte und überaus geliebte, typische Sarah J. Maas-Lesegefühl wollte sich einfach nicht einstellen: Anders als bei Band 1 und 2 fieberte ich nicht der nächsten Seite entgegen, wurde während des Lesens nicht von wildem Herzklopfen begleitet. Stattdessen ließen mich die Schilderungen, welche im Grunde nahtlos an die Geschehnisse zu Ende von Badn 2 anknüpfen und von Feyre, die an Tamlins Hof ein gefährliches Doppelspiel spielt, berichten, ziemlich unberührt zurück. 

Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, woran das lag: Die Charaktere waren in meinen Augen schlicht und einfach und traurigerweise zu blass. Wo war Feyres Starrsinnigkeit und Temperament abgeblieben? Warum wirkt Rhys nur noch wie ein Schatten seiner selbst, ohne den bekannten Wortwitz, seine abgrundtiefe Unberechenbarkeit, die ihn immer so faszinierend und unheimlich interessant gemacht haben? 

Was man diesem dritten Band jedoch zu gute halten muss, ist, dass sämtliche Nebencharaktere - ob der innere Kreis, Feyres Schwestern, die anderen High Lords & Co. - stärkere Aufmerksamkeit gewidmet wird als dies in den beiden Vorgängerbänden der Fall war. Während in Band 1 und 2 vor allem unsere Protagonisten Feyre, Tamlin und Rhys im Mittelpunkt standen, erhält der Leser in "Sterne und Schwerter" tiefere Einblicke in die Wesenszüge der anderen Charaktere. So gewinnt man als Leser neue Sympathieträger dazu, wird mit so manchen neuen Konstellationen belohnt, die Liebespaar- und Schmachtpotenzial in sich tragen (wen ich meine? Das bleibt natürlich ein Geheimnis...).

Ich hatte Sarah J. Maas in den Vorgängerbänden zu meiner persönlichen Dialog-Queen gekürt: Kaum eine andere mir bekannte Schriftstellerin versteht es, derart von Wortwitz getränkte, echt wirkende, erfrischende Dialoge zu schreiben. Doch leider wollte sich auch dieses Gefühl bei mir bei diesem Band nicht einstellen. Viele der Dialoge und Schlagabtausche empfand ich als zu konstruiert und wirkten in meinen Augen etwas gewollt witzig, gewollt romantisch, gewollt schlagfertig...

Die Handlung lässt sich als überaus abwechslungsreich bezeichnen: Es gibt ruhige Momente, schöne, vor sich hinplätschernde Szenen, aber auch blutige, spannungsgeladene, von Krieg gezeichnete Momente. Trotz dieses zugegebenermaßen gelungenen Abwechslungsreichtums - der, nebenbei bemerkt, bei einem 700 Seiten starken Schinken auch zwingend notwendig war - empfand ich die meisten der Enthüllungen und Wendepunkte als vorwiegend vorhersehbar. Es gab leider selten Momente, die mich wirklich überrascht oder gar geschockt hätten. 

Nichtsdestotrotz bin ich durch die letzten 200 Seiten regelrecht geflogen. Die Ereignisse überschlagen sich und die Spannung, wie alles zusammenlaufen und gelöst werden wird, stieg. Auch wenn ich einige Kritikpunkte an diesem Band üben musste - was mein Fangirlherz wirklich bluten lässt - fiel es mir schwer, die letzte Seite und schließlich den Buchdeckel nach Beenden des Buches zuzuschlagen. Feyre, Rhys & Co. werden mir definitiv fehlen und ich hoffe auf ein baldiges Erscheinen der Übersetzung von "A Court of Frost and Starlight".






Auch dieser dritte Band hat mir mal wieder bewiesen: Vorfreude und die damit einhergehenden hohen Erwartungen an eine Fortsetzung sind Segen und Fluch zugleich. Fluch vor allen Dingen deswegen, weil die meinerseits in den Vorgängerbänden heißgeliebten Charaktere in "Sterne und Schwerter" meiner Meinung nach etwas zu blass, ihre Handlungen zu vorhersehbar und konstruiert wirkten. 
Das vertraute und geschätzte Sarah J. Maas-Lesefieber hat mich leider, leider bei diesem Band nicht packen können. Nichtsdestotrotz habe ich es genossen, Prythian einen erneuten Besuch abzustatten und freue mich auf weitere Geschichten aus dieser einzigartigen Buchwelt.


Rezension: "Nalia - Tochter der Elemente - Der Jadedolch" von Heather Demetrios

Sonntag, 15. Oktober 2017









Luxus, Eleganz und der Glamour Hollywoods, das ist die Welt der 18-jährigen Nalia. Trotzdem ist ihr einziges Ziel zu fliehen. Denn sie ist eine Dschinn und als Sklavin des geheimnisvollen Malek Alzahabi auf der Erde gefangen. Ihre wahre Heimat ist Ardjinna, doch im Zuge eines grausamen Umsturzes wurde sie auf die Erde verschleppt. Sie dient Malek und ist an ihn gebunden, bis er seinen dritten Wunsch ausspricht. Doch das tut er nicht, denn er will sie keinesfalls gehen lassen. Er hat sich in sie verliebt. Dann taucht plötzlich Raif auf, Rebellenführer aus Ardjinna. Gegen ihren Willen fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Er kann ihr Band zu Malek lösen. Doch das hat natürlich seinen Preis ....


Quelle: dtv Verlag







"Durch die Romane, die Malek ihr gegeben hatte, lernte sie die menschliche Natur kennen, die Sehnsüchte, die tief in den Herzen derjenigen verborgen waren, denen sie ihre Wünsche erfüllte; diese Menschenbücher waren in Buchstaben gegossene Illusionen, ebenso mächtig wie die, die Nalia aus dem Nichts manifestieren konnte. 
Versunken in die Magie der Geschichten, hatte Nalia almälchlich begriffen was es hieß, ein Mensch zu sein und nur ein Zehntel der Lebensspanne eines Dschinn zu besitzen."

["Nalia - Tochter der Elemente - Der Jadedolch" | Heather Demetrios | S. 108]




Erwartungen sind etwas Tückisches. Ein orientalisch angehauchtes Cover, im Klappentext vorkommende Worte wie "Hollywood", "Dschinn", "Rebellenführer", eine begeisterte Lesestimme von niemand Geringerem als Sarah J. Maas - das allein genügte und ich war überzeugt, dieses Buch in die Finger kriegen zu müssen. Meine Erwartungen bezüglich "Nalia - Tochter der Elemente" waren hoch. Das Setting klang aufregend und ungewöhnlich (Dschinns, die den Reichen Hollywoods Wünsche erfüllen), der im Klappentext angedeutete Plot interessant und vielversprechend. Nach den ersten hundert gelesenen Seiten stand für mich allerdings bedauerlicherweise fest: Irgendwie werden die Dschinn und ich nicht warm miteinander.

Was nicht heißen soll, dass ich "Nalia - Tochter der Elemente" durchweg schlecht fand. Heather Demetrios' Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Nicht zu verspielt, nicht zu nüchtern und dementsprechend auf perfektem Niveau in einem Jugendbuch. Sämtliche Dialoge zwischen den Charakteren empfand ich als sehr gelungen - sie wirkten nicht konstruiert, sondern sehr lebendig und trugen somit zu einem angenehmen Lesefluss bei.

Es war durchaus interessant, nach und nach einen Überblick über die Welt der Dschinn und darüber, wie es ihnen auf der Erde und inmitten der Menschen ergeht, zu erhalten. Die kurzen, leider nicht zahlreichen Informationen über Ardjinna, die Heimat der Dschinn, empfand ich als äußerst spannend. Gerne hätte ich mehr über diesen geheimnisvollen Ort erfahren, aber ich vermute, Heather Demetrios wollte sich dies für die Folgebände aufsparen. Auch die Idee der verschiedenen Kasten unter den Dschinn, die nicht nur kennzeichnend für die Stellung, sondern auch für das jeweilige Element sind, aus dem die Dschinn ihre Macht beziehen, war faszinierend. 

Während es also am "Grundgerüst" meinerseits nicht zu bemängeln gab, haperte es leider, leider meines Erachtens in der Umsetzung - genauer gesagt in puncto Charaktere und Plot.
Unsere Protagonistin, Nalia, war mir einfach zu glatt, zu perfekt und - damit einhergehend - zu langweilig. Als Ghan Aisouri ist sie die mächtigste Dschinn überhaupt, sieht blendend aus (klar), zieht bei jeder Gelegenheit alle Blick auf sich (klar) und gewinnt Männerherzen in Windeseile für sich (klar). 

Wo wir, nebenbei bemerkt, bei einem weiteren Minuspunkt angelangt wären: Ich kann Insta-Lovestories einfach nichts abgewinnen. Liebesbeziehungen, die von einem Augenblick auf den nächsten existieren, ja sogar aus einer anfänglichen Feindseligkeit plötzlich geboren werden, ohne dass sie mit entsprechenden tiefergehenden Dialogen oder sonstigen gemeinsamen Szenen der betroffenen Charaktere genährt werden, sind meiner Meinung nach einfach nur flach und berühren mich überhaupt nicht. Ich konnte die Liebesbeziehung bis zum Schluss nicht verstehen und war dementsprechend in emotionaler Hinsicht kaum mitgerissen.

Einzig und allein Malek, der bereits im Klappentext als Bösewicht angekündigte Herr über Nalias Flasche, war faszinierend und meiner Meinung nach der bestgezeichnetste Charakter des gesamten Buches. Ohne Malek wäre "Nalia - Tochter der Elemente" um einiges langweiliger und einfallsloser. Er war in meinen Augen der einzige Charakter, der nicht zu glatt, perfekt, aufopferungsvoll, durchweg gut oder durchweg böse dargestellt wurde. In diesem Zuge hat er den - leider ein paar Längen aufweisenden Plot -aufgelockert.

Das Ende - und dies muss ich Heather Demetrios zugute halten - war für mich völlig unvorhersehbar. Zwar empfand ich die Schlussszene eine für ein Ende etwas untypische Wahl, aber die gegen Schluss aufgezeigten Entwicklungen machen tatsächlich neugierig auf die Fortsetzung und lassen mich dementsprechend im Zwiespalt zurück. 








"Nalia - Tochter der Elemente - Der Jadedolch" bringt tolle, ungewöhnliche Ideen mit - konnte mich in puncto Charakterzeichnung, Charakterbeziehung und Plot allerdings leider nicht vollends überzeugen. Wer jedoch Lust auf ein außergewöhnliches Setting (Hollywood), allerlei Wünsche, Flaschen, Magie und Dschinn hat und keine allzu große Abneigung gegen sich schnell entwickelnde Liebesgeschichten hegt, sollte sich "Nalia" näher anschauen. 


Rezension: "Illumninae - Die Illuminae Akten_01" von Amie Kaufman & Jay Kristoff

Freitag, 13. Oktober 2017









Heute Morgen noch dachte Kady, das Schlimmste, was ihr bevorsteht, ist die Trennung von ihrem Freund Ezra. Am Nachmittag dann wird ihr Planet angegriffen. Kady und Ezra verlieren sich bei der Flucht und gelangen auf unterschiedliche Raumschiffe. Doch die Fliehenden werden immer noch von dem feindlichen Kampfschiff verfolgt. 
Und damit nicht genug: Ein Virus, freigesetzt bei dem Angriff mit biochemischen Waffen, mutiert mit grauenhaften Folgen. Und dann ist da noch AIDAN, die Künstliche Intelligenz der Flotte, die von Raumtemperatur über Antrieb bis Nuklearwaffen alles an Bord steuert. Leider nur ist AIDAN bei dem Angriff außer Kontrolle geraten und übernimmt nun das Kommando.


Quelle: dtv Verlag






"Alles, woran er inmitten dieses lieblosen Tanzes denkt, alles, worum er sich hier am Rande des Nichts sorgt, ist sie. Er will nicht sterben. Nicht, weil er sich davor fürchtet, sondern allein deshalb, weil er den Gedanken nicht ertragen kann, sie zurückzulassen, und in diesem Sekundenbruchteil beneide ich ihn."

["Illuminae - Die Illuminae Akten_01" | Amie Kaufman, Jay Kistroff | S. 276]



Ich muss gleich vorweg gestehen: Meine Erwartungen an dieses Buch waren immens, ja von galaktischer Größenordnung. Und wie konnte ich auch anders? Schließlich wird jeder, der die englischsprachige Buchbloggerszene verfolgt, zugeben müssen, über dieses ungewöhnliche Cover, das den Titel "Illuminae" ziert, gefühlte tausende Male gestolpert zu sein. Lobeshymnen und Herzchenaugen in den Gesichtern von Buchbloggern und -youtubern - das waren meine Assoziationen zu "Illuminae", die meine Erwartungen immer weiter in die Höhe trieben.

Ich gestehe also, dass ich es "Illuminae" alles andere als leicht gemacht habe. Von Vornherein stand für mich fest, dass ich mich mit einem mittelprächtigen, soliden Plot oder gewöhnlichen, ordentlich ausgearbeiteten Charakteren nicht zufriedengeben würde. Nein, dieses Buch müsste mich regelrecht umhauen, um meine Erwartungen erfüllen zu können und dem riesigen Hype gerecht werden zu können. Und, meine Güte... das hat es getan! In vollem Maße! Noch immer scheint es mir unmöglich, dieses Buch in Worte zu fassen und wahrscheinlich ist es tatsächlich vergebens, denn DIESES. BUCH. IST. UNFASSBAR. GENIAL.

Und noch dazu anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Ich wage zu behaupten, dass es auch euch, die ihr dieses Buch erwägt zu lesen, ebenso gehen wird. Amie Kaufmann und Jay Kristoff müssen Genies sein, anders lässt es sich nicht erklären. Wie sonst sollte es möglich sein, dass mich eine lose Ansammlung von Protokollen, Kameraaufzeichnungen, Tagebucheinträgen, Auszügen aus Interviews o. Ä. derart mit den dort vorkommenden Charakteren mitfiebern und -leiden ließen? Denn daraus besteht "Illuminae": Kein gewöhnlicher Erzähltext, keine gewöhnlichen Dialoge, sondern Aufzeichnungen und Unterlagen, die aus den Raumschiffen und damit den Orten des Geschehens stammen.

Was zu Anfang etwas ungewöhnlich erscheint, entfaltet im Nu eine große Sogwirkung. Diese Art des Erzählens, diese für den Leser neue Art des Erkundens und Erlebens ist komplett anders, außergewöhnlich und einfach nur genial. Ich hatte das Gefühl, mit an Bord der Alexander/Hypatia zu sein, mit Ezra und Kady, den beiden Hauptcharakteren, den Geheimnissen rund um AIDAN und Co. auf die Schliche zu kommen. Amie Kaufmann und Jay Kristoff beweisen mit "Illuminae", dass keine schnulzigen Dialoge notwendig sind, um eine Liebesgeschichte zu Leben zu erwecken, dass langatmige Beschreibungen von Umgebungen oder dem Innenleben der Charaktere auch über ganz andere Wege zum Leser transportiert werden können.

"Illuminae" ist definitiv nichts für schwache Nerven. Ich hatte so gut wie durchgehend Herzklopfen und eine Anspannung in mir, konnte es einerseits kaum erwarten, zu erfahren, was als Nächstes passiert, und hatte dennoch gleichzeitig Angst davor, was auf der nächsten Seite stehen mag. "Illuminae" steckt voller unvorhersehbarer Wendungen und atemraubenden, rasanten Plotentwicklungen. Als wäre das nicht schon aufwühlend genug, sind mir die Charaktere der Raumschiffe so unfassbar ans Herz gewachsen, dass so manche Entwicklungen noch tiefer geschmerzt haben oder mich bibbern ließen.

Am liebsten würde ich "Illuminae" jedem Autor dieser Welt unter die Nase halten, denn dieses Buch statuiert ein wahres Exempel in Sachen Charakterentwicklung. Ob Kady, Ezra, Kadys Mutter oder jedes andere noch so unbedeutende, kurz vorkommende Figürchen in dieser Geschichte - alle erscheinen so unfassbar echt, authentisch und verdammt menschlich. Sie machen Fehler, sie sind egoistisch, sie haben Angst und sind manchmal alles andere als mutig, sie begreifen zu spät und sind im nächsten Moment furchtlos und aufopferungsvoll. Kurzum: Sie wirken alle unglaublich echt und schleichen sich deshalb in jedes Leserherz, um sich dort erbarmungslos festzukrallen.


Als wäre das nicht schon genug, um "Illuminae" auf der Liste der potenziellen Jahreshighlights 2017 nach oben zu katapultieren, gab es in meinen Augen noch einen weiteren, riesiggroßen Pluspunkt: AIDAN. Meine Güte - wie haben das Amie Kaufmann und Jay Kristoff nur angestellt? Sie haben der künstlichen Intelligenz der Raumschiffe eine dermaßen deutliche Stimme verliehen und damit aus einer KI einen unheimlich faszinierenden Charakter geschaffen. Ich hätte stundenlang aus Sichtweise der AIDAN lesen können. Es war unglaublich faszinierend und fesselnd, die Geschehnisse auf dem Raumschiff mit den Augen der KI zu entdecken. 

Und in noch einem Punkt ist dieses außergewöhnliche Buch beispielhaft: Das Ende. Dieses Ende! Fulminant, mitreißend, aufwühlend, Herzrasen-bereitend. Ich brauche Band 2 dringend! Sofort! 
Over. 

"Ich kann ihre Funktionsweise immer noch nicht ergründen. Mein Hirn ist so groß wie eine ganze Stadt, und doch ist sie mir überlegen. Sie sind mir überlegen.

Die Menschen.
Mit ihren kurzen Leben und ihren kleinen Träumen und ihren Hoffnungen, die so zerbrechlich wie Glas erscheinen, bis man sie bei Sternenlicht betrachtet."

["Illuminae - Die Illuminae Akten_01" | Amie Kaufman, Jay Kistroff | S. 549]








Ich glaube, "Illuminae" ist eines dieser Bücher, an das man sich wagen sollte, ohne vorher allzu viel über den Inhalt zu wissen. Nur so viel: Es ist Liebesgeschichte, Abenteuerroman und Science Fiction in Einem. Es wird euch faszinieren, überraschen, bibbern lassen und euch Herzklopfen bereiten. Es ist  aufgrund einer außergewöhnlichen und genialen Aufmachung sowie des begnadeten Schreibstils zweier unfassbar talentierter Autoren anders als alles, was ihr zuvor gelesen habt. Kurzum: "Illuminae" wird in Lichtgeschwindigkeit euer Leserherz erobern. 



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